Gemeinschaftspraxis Dres. med. Tobias und Anette Stirn, Udo Emmrich - Fachärzte für AllgemeinmedizinGemeinschaftspraxis Dres. med. Tobias und Anette Stirn, Udo Emmrich - Fachärzte für Allgemeinmedizin
 Start Praxis-Team Sprechzeiten Leistungen Rezepte / Überweisungen Patienten-Info Apotheken-Notdienst Kontakt Links 

ÜBERSICHT PATIENTEN-INFO

Carotis Doppler Sonographie

Fadenwurmerkrankungen bei Kindern

Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure

Fruchtsäurepeeling

Grippeimpfung (jährliche Impfung gegen Influenza)

Harnsäurestoffwechsel und Gicht

Heuschnupfen

Hyperhidrosis (übermäßiges Schwitzen)

Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen

Injektions-Lipolyse (im Volksmund auch Fettweg-Spritze genannt)

Laktat- und Leistungsdiagnostik

Laktoseintoleranz

Maßnahmen bei Croupsyndrom (Pseudokrupp)

Osteoporose (Knochenschwund)

PAVK - Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)

Reise und Gesundheit

Schröpfbehandlung

Vitamine


Harnsäurestoffwechsel und Gicht

Gicht

Bei einer Störung des Harnsäurestoffwechsels kommt es zu einer Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut über 6,5 mg/dl bei Frauen bzw. über 7.0 mg/dl bei Männern.

Durch die Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut besteht die Gefahr eines Gichtanfalls.

Bei einem Gichtanfall lagern sich Harnsäurekristalle in der Gelenkflüssigkeit ab und führen dadurch zu äußerst schmerzhaften Gelenkentzündungen (Arthritis urica).

Häufigkeit von gestörtem Harnsäurestoffwechsel und Gicht

Etwa 20 % der Männer und 3 % der Frauen leiden an einer Störung des Harnsäurestoffwechsels. Bei Frauen kommt es meist erst nach den Wechseljahren zum Anstieg der Harnsäure im Blut. Vor den Wechseljahren fördern die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren.

Das Risiko eines Gichtanfalls steigt mit der Höhe des Harnsäurespiegels im Blut. Bei einem Harnsäurespiegel von mehr als 9mg/dl erleiden jährlich etwa 5 % der Betroffenen einen akuten Gichtanfall.

Ursachen von gestörtem Harnsäurestoffwechsel und Gicht

In den meisten Fällen besteht eine erblich bedingte Neigung zu Störungen des Harnsäurestoffwechsels und zur Gicht. Es liegt fast ausschließlich eine Störung der Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren vor. Ausgelöst wird die Störung des Harnsäurestoffwechsels durch eine Ernährung, die reich an sogenannten Purinen ist.

Purine werden im Körper zur Harnsäure abgebaut. Die überschüssige Harnsäure lagert sich im Knorpel von Gelenken und Ohren, in der Gelenkinnenhaut, in Sehnenscheiden, Schleimbeuteln und in den Nieren ab. Dadurch kann es beispielsweise zu Sehnen-scheidenentzündungen kommen.

Störungen des Harnsäurestoffwechsels können auch bei einer vermehrten Bildung von Harnsäure im Körper auftreten. Dies ist beispielsweise bei Blutkrebs (Leukämie) und während einer Chemo- oder Strahlentherapie möglich.

Auch beim Heilfasten kann es zu einer vermehrten Bildung von Harnsäure im Körper kommen, deswegen sollte man vor Beginn und bei längerem Heilfasten auch währenddessen die Harnsäurewerte im Blut kontrollieren.

Schließlich kann die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren bei bestimmen Nierenerkrankungen und bei der Einnahme von einigen Medikamenten, wie zum Beispiel Wassertabletten, gestört sein.

Zu einem akuten Gichtanfall kommt es, wenn sich zu viele Harnsäurekristalle in der Gelenkflüssigkeit befinden. Die Harnsäurekristalle werden von bestimmten weißen Blutkörperchen (Granulozyten) aufgenommen, welche die Harnsäurekristalle jedoch nicht verdauen können. Die weißen Blutkörperchen zerfallen und lösen dadurch eine zuerst schmerzhafte Gelenkentzündung aus.

Symptome der Erkrankung

Störungen des Harnsäurestoffwechsels verursachen meist keine Beschwerden. Häufig ist der akute Gichtanfall das erste Zeichen einer Störung des Harnsäurestoffwechsel.

Auslöser eines akuten Gichtanfalls können große Mahlzeiten, starker Alkoholgenuss und Stress sein.

Bei einem akuten Gichtanfall tritt meist an einem einzigen Gelenk, bevorzugt am Grundgelenk einer Großzehe, eines Daumens, am Kniegelenk oder am Knöchel, eine äußerst schmerzhafte Entzündung mit Schwellung und Rötung auf. Häufig beginnt ein Gichtanfall in der Nacht und verursacht so starke Schmerzen, dass die Bettdecke auf dem entzündeten Gelenk nicht ertragen wird. Bei älteren Menschen kann ein akuter Gichtanfall auch mehrere Gelenke auf einmal betreffen.

Ernährungsempfehlung

Die Umstellung der Ernährung ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme: Vor allem müssen Sie den Anteil von Lebensmitteln, die reich an sogenannten Purinen sind, reduzieren.

Viele Purine sind vor allem in Fleisch, Wurst, Innereien, bestimmten Fischsorten, Krusten- und Schalentieren, Erdnüssen, Hülsenfrüchten wie Erbsen, Linsen und Bohnen sowie Sojaprodukten wie Sojabohnen, Tofu und Sojamilch enthalten. Von diesen Lebensmitteln sollten sie pro Tag insgesamt nicht mehr als eine Portion verzehren.

Essen Sie mehr Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Vollkornprodukte, Sonnenblumenöl, Distelöl und Diätmargarine.

Essen Sie mehr Lebensmittel, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Trockenfrüchte.

Schränken sie Ihren Alkoholkonsum ein. Alkohol steigert die Harnsäurewerte im Blut und erhöht das Risiko für einen akuten Gichtanfall! Sie sollten nicht mehr als ein Glas Rotwein pro Tag trinken. Bier und Spirituosen sollten Sie ganz meiden.

Diese Seite drucken... Nach oben zum Seitenanfang...
 Start Praxis-Team Sprechzeiten Leistungen Rezepte / Überweisungen Patienten-Info Apotheken-Notdienst Kontakt Links 
ImpressumRechtliche Hinweise | Biebricher Allee 107 • D-65187 Wiesbaden • Telefon: 06 11 - 84 30 25 • Telefax: 06 11 - 84 30 26 | Webmaster: PIXXL WEBDESIGN
© Copyright 2004 - 2017 Gemeinschaftspraxis Dres. med. Tobias und Anette Stirn, Udo Emmrich. Alle Rechte vorbehalten.