Gemeinschaftspraxis Dres. med. Tobias und Anette Stirn, Udo Emmrich - Fachärzte für AllgemeinmedizinGemeinschaftspraxis Dres. med. Tobias und Anette Stirn, Udo Emmrich - Fachärzte für Allgemeinmedizin
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Schröpfbehandlung

Geschichte

Die Schröpfkopf-Behandlung zählt zu den ältesten uns bekannten Therapieformen. Seit mehr als 5000 Jahren findet das Schröpfen in der Medizin der Völker Anwendung. Schon Hippokrates, der antike griechische Arzt, welcher auch als der Vater der Medizin gilt, kannte und schätzte diese Therapieform.

Die heilende Wirkung war bekannt in der chinesischen Medizin, in der Ayurveda-Medizin Indiens, sowie in Ägypten und Griechenland. Das älteste Zeugnis der Schröpfbehandlung ist ein ärztliches Siegel aus Mesopotamien aus dem Jahre 2200 v. Chr., welches drei Schröpfköpfe darstellt. Der Schröpfkopf mit seinen verschiedenen Varianten ist wohl eines der ältesten Instrumente überhaupt.

Methode

Beim Schröpfen werden in der Regel so genannte "Schröpfköpfe" - verschieden große, runde Gläser aus Glas oder Kunststoff - verwendet. In ihnen wird ein Unterdruck erzeugt, indem die darin befindliche Luft zunächst durch eine Flamme erwärmt wird, oder durch eine Pumpe, bzw. einen Gummiballon einen Sog erzeugt.

Der Unterdruck saugt das Gewebe an und bewirkt eine Mehrdurchblutung.

Man unterscheidet 2 Arten des Schröpfens:

a) Trocken Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen wird durch den Unterdruck an der behandelten Stelle das darunter gelegene Binde- und Muskelgewebe entlastet und dadurch besser durchblutet.

So genannte "leere/kalte Gelosen" (=Verhärtungen) werden behandelt. Sie entstehen dadurch, dass die Blutversorgung zu diesen Gelosen gedrosselt wurde. Sie sind bei der Untersuchung als Delle oder als kalte Verhärtung zu ertasten, oder sie imponieren als "sulziges", kühles Hautareal.

Tiefer liegende Verspannungen, die Massagegriffen unzugänglich sind, werden so erreicht und entlastet.

Durch den Unterdruck, der durch das Schröpfen erzeugt wird, entsteht eine bessere Durchblutung, die tagelang vorhält, mit den entsprechenden Stoffwechselsteigerungen, was man als Schritt zur Normalisierung bewerten kann. Außerdem wird durch die Stimulation der Hautrezeptoren über die Reflexwege Einfluss auf die inneren Organe genommen.

Die Behandlung wird als schmerzlindernd empfunden.

b) Blutig Schröpfen

Mittels mehrere Stiche, die mit einer sterilen Nadel beigebracht werden und anschließendem Anbringen des Saugkopfes wird Stagnation behoben - das Gewebe wird entlastet, entsäuert, entgiftet.

Aufgrund einer reflektorischen Fehlregulation der Durchblutung der Körperoberfläche entstehen so genannte "heiße" oder "Fülle-" Gelosen. In dieser Füllegelose, die sich als schmerzhafte Verhärtung tasten lässt, findet sich eine Zunahme von Gewebsflüssigkeit, die den venösen Abfluss behindert, so dass es zu einer Vermehrung von Stoffwechselendprodukten kommt. Da der arterielle Zufluss aber weiterhin besteht, kommt es zusätzlich zu einer Blutfülle.

Welche Stellen für das Aufsetzen von Schröpfköpfen ausgewählt werden, hängt vom Beschwerdebild ab.

Das Schröpfen bewirkt die Aktivierung von Reflexzonen am Rücken, die in enger Beziehung zu inneren Organen stehen und auf diese einwirken. Durch den äußeren Reiz der Schröpfglocke wird das Bindegewebe verstärkt durchblutet und die Organtätigkeit der korrespondierenden Organe stimuliert.

Zum Schröpfen eignen sich bestimmte Zonen des Körpers. So z.B. die Head´schen Segment-Zonen (Hautbezirke entlang der Wirbelsäule, welche den Organen zugeordnet werden können), Bindegewebs-Reflexzonen (Verhärtungen und Vertiefungen des Bindegewebes, Akupunktur-Meridiane (z.B. im Verlauf des Blasen-Meridianes und bei fast allen üblichen Akupunkturpunkten) und fast alle Schmerzzonen.

Man kann - je nach Krankheitsbild, z.B. bei bestimmten Wirbelsäulen- oder Gelenkerkrankungen - auch eine Schröpfmassage durchführen, bei der ein angesaugter Schröpfkopf auf der gut eingeölten Haut im Beschwerdegebiet verschoben, gezogen und in Kreisen bewegt wird.

Wann wird die Therapie eingesetzt?

  • Wirbelsäulen-Syndrom (Rückenschmerzen, Lumbalgien, Ischialgien, IGS-Beschwerden)
  • Verspannungsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Entzündliche Prozesse
  • Chronische Erkrankungen (Bluthochdruck, Weichteil-Rheumatismus)
  • Regelschmerzen; Wechseljahrsbeschwerden
  • Magen- und Lebererkrankungen (Entgiftungshilfe der Drüsenorgane - Leber)
  • Schwindel
  • Vegetative Dystonie

Grenzen

Das blutige Schröpfen sollte bei Patienten mit Wundheilungsstörungen (z.B. Diabetikern) vermieden werden.

Hat die Behandlung Nebenwirkungen?

  • Die Stelle an der die Saugnäpfe wirkten, zeigt zumeist leichte Blutergüsse, die allerdings ein erwünschtes Therapieziel sind und nach einigen Tagen ohne Behandlung verschwinden.
  • Müdigkeit kann als Folge der Behandlung verspürt werden.
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